Battle Rope Training Mistakes - Wiktor Baranowski

Die 3 häufigsten Fehler beim Battle Rope Training

Das Training mit Battle Ropes gewinnt stetig an Popularität! Immer öfter sieht man die Trainingsseile beim Outdoor-Training auf den städtischen Grünflächen, und auch in vielen Fitnessstudios halten die Battle Ropes Einzug.

Was vermeintlich so leicht und selbsterklärend daherkommt, erweist sich in der Trainingspraxis deutlich komplexer. In diesem Artikel möchte ich daher eine kurze Zusammenfassung über die häufigsten Trainingsfehler mit Battle Ropes geben und euch sofort umsetzbare Tipps verraten.

Fehler Nr. 1:

An den Battle Ropes wird zu stark gezogen bzw. man hängt sich in die Trainingsseile rein.

Wenn die Seile zu straff gezogen sind, kann man keine geschmeidigen Wellen mehr schlagen.

Manchmal ist das auch ein Indikator dafür, dass die gewählten Seile einfach zu schwer sind. Denn wenn die Seile lockerer und mit weniger Spannung geschwungen werden, erschwert das in der Regel das Wellenschlagen. Abhilfe schafft folgende Faustregel: Greife beide Seilenden und ziehe sie straff, mache dann einen Schritt vorwärts. Jetzt hast Du genügend Spiel für geschmeidige Wellen. Sollte es Dir bei dieser Einstellung aufgrund mangelnder Kraft nicht gelingen schöne Wellen zu schlagen, sind die verwendeten Battle Ropes wahrscheinlich zu lang, respektive zu schwer für Dich.

Fehler Nr. 2:

Die Trainingsseile schlagen hörbar laut auf dem Boden auf.

Anscheinend läuft es mit der zeitlichen Koordination der Auf- und Ab-Bewegung noch nicht ganz rund. Häufige Ursache: Der Aufwärtsruck kommt zu spät nach dem Abwärtsimpuls. Manchmal hilft es wirklich schon unmittelbar nach dem Runterschlagen der Seile, den Aufwärtsruck folgen zulassen, damit eine geschmeidige Wellenbewegung entstehen kann. Häufig ist dieses Fehlerbild auch mit dem dritten Fehlerbild verbunden:

Fehler Nr. 3:

Das Wellenschlagen erfolgt dominant aus den Schultern, statt aus den Ellenbogengelenken.

Bei den meisten Grundübungen (z.B. Double Waves, Alternating Waves und Variationen) sollte die Energie für die Wellen vorwiegend aus der zyklischen Beugung und Streckung des Ellenbogengelenks kommen. Fehlt dort die Kraft, lassen sich häufig starke Kompensationsbewegungen im Schulter- und Nackenbereich wahrnehmen, bei denen die Seile bis auf Hals-/Kopfhöhe gehoben werden. Problematisch ist das vor allem, wenn die Kraft der schulterblattstabilisierenden Muskeln nicht ausreicht, um der erzeugten Aufwärtsbewegung Herr zu werden und die Schulterblätter am Rücken zu fixieren. In der Folge kann es zu Nackenverspannungen und Kopfschmerzen kommen. Da das sehr unangenehm werden kann, empfiehlt es sich auch bei diesem Fehlerbild lieber sein Ego zurückzuschrauben und die Trainingsseile etwas kürzer/dünner/leichter zu wählen!

Wenn Ihr diese drei Tipps beherzigt, steht Euch mit den Battle Ropes ein einzigartiges Training offen, das Eure Kraft und Ausdauer fördert und zudem ordentlich Spaß macht. Und für alle, die als Trainer auch mit den Battle Ropes arbeiten wollen, habe ich noch einen Tipp, der bei der Auswahl des richtigen Trainingsseils helfen soll.

Trainer-Tipp:

Wenn man sich nicht sicher ist, zu welchem Trainingsseil-Umfang und -länge man greifen soll, so ist man meistens mit einer leichteren Ausführung besser beraten. Denn durch einen kürzeren Abstand zum Ankerpunkt und somit mehr Spiel im Trainingsseil, lässt sich die Trainingsintensität auch mit einem leichten Seil deutlich steigern. Diejenigen, die nach einer All-in-One-Lösung suchen, sollten sich das Aqua Rope genauer anschauen. Durch Wasserbefüllung lässt sich die Trainingsintensität bei diesem Seil stufenlos variieren.

Sportliche Grüße,

Wiktor Baranowski

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