Fit im Herbst - Training für Körper & Geist | Tutorial Thursday

Fit im Herbst – Training für Körper und Geist

Kalendarisch befinden wir uns zwar noch nicht in der dritten Jahreszeit, das Wetter teilt uns aber eindeutig mit, dass der Sommer jetzt schon einmal in den wohlverdienten Urlaub gefahren ist. Es heißt ja schließlich Sommerurlaub ;).

Warum der Herbst aber toll ist, und wie Du gesundheitlich von ihm profitieren kannst, zeigt Dir der Tutorial Thursday.

Fit im Herbst - Training für Körper & Geist

Hurra, Hurra, der Herbst ist da!

„Komm raus!“ – das ist nicht nur der Slogan des Bonner Unternehmens Outdoor Gym, sondern auch die richtigen Worte um den Herbst einzuläuten.

Klar, irgendwo sind wir doch alle Sommer-Menschen: Um 10 Uhr abends noch im T-Shirt im Biergarten zu sitzen, bei 30° Celsius ins Freibad zu gehen oder in überfüllten S-Bahnen ohne Klimaanlage zu garen sind zwar tolle und reizvolle Momente, doch die folgenden Monate haben auch viel zu bieten.

Sobald es draußen kälter wird, bekomme ich zum Beispiel Lust auf eine leckere Kürbissuppe mit Kokosmilch. Wenn es dazu auch noch regnet und bereits um 19 Uhr komplett dunkel ist, stelle ich mir nichts Schöneres vor als ein heißes Bad. Danach noch gemütlich auf der Couch chillen und mit voller Hingabe den Flammen und Funken des Feuers im Kamin so folgen wie normalerweise Arnold Schwarzeneggers Handlungen auf der Kinoleinwand (ok, zugegeben ich habe weder Kamin noch den neuen Terminator-Film gesehen).

Fit im Herbst - Training im Park

Gekuschelt wird später!

Kann man auch noch später machen… Wieso habe ich sonst vorhin von Outdoor Gym gesprochen?!

Der Herbst und sein oft nasskaltes Wetter sind überhaupt kein Grund seine komplette Aktivität auf Drinnen zu verlegen. Stell Dir doch nur mal vor den kompletten Tag, vom Aufstehen, über die Fahrt zur Arbeit, dem „nine to five“–Bürojob, der Fahrt nach Hause, bis hin zum Rumlümmeln auf dem Sofa ausschließlich in geschlossen Räumen verbracht zu haben. Meiner Meinung nach eine totale Katastrophe! Und selbst wenn ich nach getaner Arbeit nicht komplett untätig da sitze, sondern mich diverser Leibesertüchtigungen ergebe, möchte ich diese doch dann nicht auch noch drinnen verbringen.

Natürlich sind alle Menschen verschieden. Es gibt garantiert auch Leute, die auf den Geruch von Gummi, Schweiß und Chalk in einer völlig unbelüfteten Halle stehen. Sorry, aber ich bekomme davon auf Dauer Kopfschmerzen. Vor allem wenn ich vorher schon den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen musste.

Fit im Herbst - natürliche Trainingsgewichte

Was ist jetzt also die Alternative? Natürlich das Training nach draußen zu bringen!

Frische Luft, sämtliche natürliche Reize wie Sonne (ein Rest begleitet uns schließlich auch durch die kalte Jahreszeit), das Rauschen der Blätter im Wind, Regentropfen auf der Haut, Kälte oder Wärme, dies sind alles Faktoren für Gesundheit. Wenn Du im Herbst regelmäßig im Garten oder im Park trainierst, wirst Du garantiert Dein Immunsystem stärken und musst Dir für den Winter schon einmal weniger Sorgen machen. Also warum nicht den Sandbag nehmen und ab auf die Wiese gehen? Auch ein Sling Trainer, ein Medizinball oder ein Battle Rope eignen sich hervorragend um Dein Körpergewichtstraining zu erweitern. Draußen hat man Platz, viel Sauerstoff und kann einfach besser abschalten.

Ein Grund hierfür ist, dass die direkte Umgebung einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat. Die Abwesenheit von Lärm (Autos, Musik, etc.), grellen Farben (vor allem helles Rot), unnatürlichen Lichtes (kalte, blaue und künstliche Lichtquellen) und Elektrosmog wirkt sich positiv auf jede einzelne Zelle des Körpers aus.

Und dabei müssen es ja noch nicht einmal Burpees im Matsch sein: Selbst ein simpler Spaziergang im Wald kann schon Wunder bewirken. Vor allem die wechselseitige Belastung beim Gehen hilft die Gehirnhälften besser zu verknüpfen. Daher kommt wahrscheinlich auch die Beschreibung „den Kopf frei laufen“. Denn durch das erhöhte Denkvermögen lassen sich Probleme, die einem so im Kopf herum schwirren, leichter lösen und Erlebtes besser verarbeiten. Man schafft es tatsächlich, sich wieder ein Stück mehr zu erden.

Fit im Herbst - Parkbank als Trainingsgerät

Beispiel-Workout für einen frischen Herbsttag

Wie wäre es also mit einer Kombination aus Laufen und funktionellem Krafttraining?

So vereinst Du die oben genannten Vorteile mit den Vorzügen eines intensiven Krafttrainings: Aufbau von Muskelmasse und damit einhergehender erhöhter Kalorienverbrauch, vermehrte Ausschüttung positiver Hormone, stärkere Gelenke und einen stabilen Rumpf.

Hier mein Tipp für ein effektives Training am nächsten, kühl-nassen aber wunderschön bunten Herbsttag:

  • 5 min. lockeres Warmlaufen
  • 5-10 min. Movement Preparations
  • 5 min Laufen bis Du eine Parkbank findest
  • 2 x 15 Liegestütze an der Bank
    • hier kannst Du Deine Intensität variieren:
    • Hände an der Lehne = leicht
    • Hände auf der Sitzfläche = mittel
    • Hände und Füße auf dem Boden = schwer
    • Füße auf der Bank und Hände auf dem Boden = ganz schwer
  • 5 min. Laufen bis Du einen Baumstamm findest
  • 3 x 10 Wiederholungen Oberkörperrotation im tiefen Ausfallschritt
    • Den Baumstamm mit beiden Armen horizontal vor dem Bauch halten
    • ein Bein nach hinten führen und auf dem Fußballen absetzen
    • Nun jeweils nach rechts und nach links rotieren
    • Den Stamm abbremsen und wieder beschleunigen
    • Geschwindigkeit definiert Intensität
  • 10 min Laufen bis Du eine große Wiese findest
  • 2 x 50 m Krabbeln
  • 5 min Laufen
  • 2 x 50 m gegangene Ausfallschritte
  • 5 min. Laufen bis Du einen mittelgroßen Stein findest
  • 3 x 15 Wiederholungen Schulterdrücken
  • 5 min Auslaufen

Fit im Herbst - ein toller Ausblick

Danach solltest Du noch etwas Zeit für ein Cool-Down einplanen, aber beachten, dass Du nicht auskühlst. Danach schnell unter die heiße Dusche und ab vor den Kamin (wenn Du denn einen hast). Vielleicht gönnst Du Dir auch eine heiße Kürbissuppe oder einen Zwiebelkuchen.

Du siehst also: Es gibt eigentlich keinen Grund im Herbst nicht raus zu kommen.

Probier es aus!

In diesem Sinne,
get functional!
Euer Fabien

P.S.: Hier ist noch ein großartiges Video, das wir im Internet entdeckt haben und das hervorragend zu diesem Thema passt. Was haltet Ihr davon?

4 Kommentare
  1. Ben Menges
    Ben Menges says:

    Servus Fabien!

    Wunderschönes Workout! Weißt du, was ich überragend finde beim Herbstworkout? Die Hände beim Krabbeln oder Liegestützen. Dieser nasse Dreck gibt mir einfach total das Gefühl mit der Natur verbunden zu sein. Am besten ganz schnell dreckig machen, dann kümmert es einen für den Rest des Workouts auch nicht mehr. Auf jeden Fall ein super Erlebnis.
    Sehr schönes Workout übrigens. Weiter so!

    Gruß,
    Ben

  2. Alex
    Alex says:

    Hi Fabien,

    wirklich schöner Artikel. Man merkt wie viel Mühe du dir gegeben hast! Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Jahreszeit auch sehr mag, gerade die Luft im Wald, wenn es so richtig feucht ist, ist einfach unschlagbar.

    Ansonsten finde ich den Tipp mit dem Workout auch sehr gut. Da werde ich auch auf jeden Fall was davon ausprobieren und einbauen 😉

    Grüße

  3. Fabien Mpouma
    Fabien Mpouma says:

    Freut mich Alex dass es Dir gefällt.
    Im moment ist es morgens so schön wenn ich das Haus verlasse. Kalte klare Luft aber Sonnenschein.
    Dazu noch der Tau auf den Pflanzen und das Vogelgezwitscher. Herbst ist gar nicht so schlimm 😉

  4. Fabien Mpouma
    Fabien Mpouma says:

    Da bekommt der Spruch „eat clean, train dirty!“ eine ganz neue Bedeutung. Also ab in den Dreck! 😉

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