Outdoor Training - Fabien Mpouma

Outdoor Training – warum nicht mal das Training nach draußen bringen?

Frühlingshaftes Wetter, Sonne, kaum Regen! Aber draußen trainieren?

Diese Frage stellt sich bestimmt der Eine oder Andere.

Ich sage: JA! Unbedingt!

Ich war vor langer Zeit auch einmal Mitglied in einem Fitness-Studio. Ich finde, dass Garagen-Gyms und CrossFit Boxen schon eine gewisse Anziehungskraft versprühen.

Aber am aller liebsten gehe ich einfach raus!

Outdoortraining

Denn draußen stehen einem nicht nur Unmengen an frischem Sauerstoff zur Verfügung. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht die uralte Diskussion zwischen „Studio-Laufband-Läufern“ und „Frischluft-Joggern“ herunterbrechen. Ich rede eher über die stetig wachsende Gemeinde der Outdoor-Fitness-Enthusiasten.

Diverse Outdoor-Anbieter scheinen den Leuten etwas zu geben, was den optimalen, abwechslungsreichen Gegenpol zu ihrer oft eintönigen „Drinnen-Tätigkeit“ bildet.
Die Effektivität des funktionellen Trainings ist unumstritten. Natürlich stehen uns im Gym auch eine größere Anzahl an Materialien und Geräten zur Verfügung.
Aber sind diese zur Bildung und Erhaltung eines allgemeinen Fitnesszustandes für die breite Masse zwingend notwendig?

Ich habe noch niemanden mit Langhantel und Bumper-Plates in den Stadtwald marschieren sehen. Genauso selten kommen unsere Mitmenschen auf die Idee Kurzhanteln, einen Gymnastikball oder sogar die Crunchmaschiene aus der Garage, in den Park zu karren.

Wieso? Dem möchte ich hiermit mal etwas auf den Grund gehen.

Betrachten wir natürliche Bewegung, so lässt sie sich im Endeffekt auf fünf grundlegende Säulen herunterbrechen:

  1. Push (sich, oder Etwas von sich wegdrücken)
  2. Pull (sich, oder etwas zu sich heranziehen)
  3. Rotation (alle Rotationsbewegungen)
  4. Raising & Lowering your center of mass (“Level changes” – Veränderungen des Körperschwerpunktes)
  5. Locomotion (Fortbewegung von A nach B)

(nach: Tumminello, Nick : the 5 Pillars of functional movement. Gesehen 13.03.2014 unter:

Da Bewegung durch den heutigen westlichen Lebensstil häufig in den Hintergrund gerückt ist (manche Mitbürger schaffen es sogar sie nahezu komplett zu verbannen), sollten diese Bewegungsmuster regelmäßig geübt werden.

Diese Bausteine sind absolut simpel und doch so fundamental. Um sie zu üben braucht man nicht viel Equipment! Warum also nicht draußen trainieren?

Das eigene Körpergewicht, eine Parkbank, Äste, Baumstämme oder Steine und los geht’s. Erfahrungsgemäß reicht dies völlig aus, um an seine Grenzen zu gehen und diese jedes Mal ein bisschen zu verschieben. Natürlich können auch gewisse Kleingeräte wie Sling Trainer, Medizinbälle, Sandbags oder ein Spielplatz zur Hilfe genommen werden. Viele Trends wie Calisthenics und Bootcamps fassen dieses Thema seit einiger Zeit auf.

Aber mit Training in der Natur verbinde ich noch viel mehr:

Frische Luft habe ich ja bereits genannt.
Diese enthält zumeist nicht nur mehr Sauerstoff, sondern bietet z. B. mit Blütenpollen auch weitere Trainingsreize für das Immunsystem.
Hinzu kommt, dass wir durch die Bewegung draußen ständig (auch im Winter) Sonnenlicht „konsumieren“. Dies ist notwendig, damit unser Körper Vitamin D produzieren kann, ein Hormon welches für sehr viele Stoffwechselprozesse unentbehrlich ist.

Ebenso setzen wir unseren Organismus vielen weiteren natürlichen Reizen aus: Regentropfen auf der Haut, Kälte, Wärme, Dreck an den Händen! Diese Reize fehlen vielen Menschen in unserer Gesellschaft. Sie sind aber (unter anderem) notwendig, damit wir ein gesundes und optimal funktionierendes Immunsystem unser eigen nennen können.
Evolutionär betrachtet war es nie anders. Das Leben fand (und findet in Teilen dieser Welt immer noch) fast ausschließlich draußen statt.
Wenn wir also natürliche Bewegung thematisieren, müssen wir eigentlich über Bewegung in der Natur sprechen.

Probiert es aus! Steine, Baumstämme oder diverse Fitness-Kleingeräte im Garten, Wald oder im Park bei jeder Jahreszeit zu nutzen ist eigentlich ganz einfach. Ganz nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung!

Euer Fabien

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