Tutorlal Thursday#13 befasst sich mit dem Thema Sport nach Verletzungen

Sport nach Verletzungen

„Don’t call it a comeback…“

Gerade im Spitzensport tickt die Uhr nach Verletzungen. Gewollt ist die schnelle Wiedergewinnung der Leistungsfähigkeit und ein zeitnahes Return to Game.

Zeit ist Geld, auch bei Verletzungen

Denn für jeden Profi, Verein, Verband aber auch für Unternehmen ist Zeit gleich Geld. Und deshalb sollte die Behandlung unmittelbar nach dem Trauma beginnen. Wie vergangene Woche bereits erwähnt, verzichten immer mehr Trainer, Betreuer, Physiotherapeuthen und Ärzte auf eine Behandlung mit Eis und auf die Immobilisation und das Ruhigstellen der Betroffenen Körperteile. Leicht zunehmende Belastung und Mobilisation scheinen die Regeneration besser zu begünstigen.

Tutorial Thursday #13 - Sport nach Verletzungen - Wie gelingt das Comeback?

Deshalb führt meistens kein Weg an der physiotherapeutisch rehabilitativen Behandlung vorbei. Hierbei wird zum Beispiel das Gelenk, der Muskel oder die betroffene Struktur aktiv und passiv vorsichtig und mit zunehmender Bewegungsamplitude durchbewegt.

Belastung statt Schonhaltung

Danach heißt es langsame progressive Trainingsbelastung. Diese ist aber abhängig von der Art der Verletzung und davon, ob operiert werden musste oder nicht. Auf die natürliche Wundheilung sollte auf jeden Fall Rücksicht genommen werden. Auch bei der alltäglichen Bewegung sollte nach Möglichkeit darauf geachtet werden, keine Schonhaltung und kompensierende Schemata einzunehmen. Hierdurch wird das Wiedererlangen der Zielbewegung erschwert und darunter leidet zumeist die sportliche Leistungsfähigkeit.

„…I’ve been here for years“

Denn je nach Art und Schwere der Verletzung müssen Bewegungen wieder neu erlernt werden. Das zentrale Nervensystem und die Muskeln, Sehnen und Bänder müssen die Funktionen wieder neu abspeichern. Jeder, der einmal einen Gips tragen musste, weiß wie ungewohnt sich die Bewegungen anfühlen, nachdem der Gips wieder entfernt wurde. Das ist auch einer der Gründe, warum heutzutage deutlich weniger mit Gips gearbeitet wird als noch vor einigen Jahren. Die Immobilisation macht eine Rehabilitation zwangsweise langwieriger. Besonders Spitzensportler tun sich dann schwer, wieder zu alter Wettkampfstärke zurückzufinden, da sie völlig aus dem Rhythmus gekommen sind. Ihr Körper muss sich nicht nur an die alten Belastungen gewöhnen, sondern auch an die alten Bewegungen. Das langwierige Training, das Dich zu Deiner Performance vor der Verletzung erst gebracht hat, sollte durch eine Verletzung auf keinen Fall auf’s Spiel gesetzt werden!

Bett oder Bewegung?

In diesem Sinne: Traut eurem Körper ruhig rasch wieder moderate Bewegung zu. Nicht wochenlang das Bett hüten (es gibt natürlich Fälle, wo das leider unumgänglich ist)! Ansonsten verliert Ihr nicht nur an Muskelmasse, sondern verlernt auch die koordinativen Aspekte, die die Bewegung ausmachen.

Bis nächste Woche,
Euer Fabien

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