Tutorial Thursday#14 befasst sich mit straffer Haut & dem Einfluss der Faszien darauf.

Straffe Haut, aber wie?

Wie bekomme ich straffe Oberschenkel, einen straffen Po und einen straffen Busen?

Das sind Fragen, die ich mir jeden Morgen vor dem Spiegel stelle!

Damit bin ich aber meines Wissens nicht alleine… Vor allem das weibliche Geschlecht macht sich hierzulande viele Gedanken über das Aussehen. Ratgeber gibt es viele. Vermeintliche Wundermittelchen auch. Von Cremes über Drinks bis hin zu Laserbehandlungen und Elektrostimulation: Alle versprechen die Lösung.

Leider führt meiner Meinung nach kein Weg an Sport und einer gesunden Ernährung vorbei. Aber welche Strukturen sind überhaupt verantwortlich für das Erscheinungsbild der genannten Körperbereiche?

Tutorial Thursday #14 sagt Dir, wie Du straffe Haut bekommst

Zum einen haben wir da das Bindegewebe

Was ist das Bindegewebe?:

Darunter verstehen wir die Interzellularsubstanz (Zwischenzellmasse), welche sich größtenteils aus kollagenen (eiweißartigen) elastischen Fasern und einer flüssig-klebrigen Grundsubstanz zusammensetzt. Diese bilden ein Netz, welches unseren kompletten Körper formt und auch als Faszien bezeichnet wird.

„Faszien sind räumlich trennende und formgebende Strukturen. Sie umhüllen jeden einzelnen Muskel, jeden Knochen, jedes Organ und auch die Nerven. Dadurch bilden sie ein spinnennetzartiges Geflecht. Würde man alle Organe, Knochen, Muskeln und Nerven aus unserem Körper entfernen, bliebe eine milchig-weiße Hülle mit Einbuchtungen und Gängen bestehen“ (Markus Bremen (2013), Faszien – Struktur und Funktion; .

Betrachtet man die Faszienstruktur, lassen sich zwei Faszienschichten unterscheiden:

  • eine oberflächliche (Fascia superficialis)
  • und eine tiefe Faszienschicht (Fascia profunda)

Was uns in Hinsicht auf die Körperstraffung interessiert, ist die Fascia superficialis. „Diese liegt direkt unter der Haut und ist mit dem Unterhautfettgewebe verwoben. Dadurch wird der Körper geformt und durch Dehnspannung (hohe Zugspannung) aufrecht gehalten“ (Markus Bremen 2013). Gibt es also hier Defizite, kann sich das in Form von Cellulite oder einer schlaffen Haut äußern.

Was beeinflusst das Bindegewebe?:

Zum einen gibt es hier einen großen Einfluß der genetischen Disposition, also der Vererbung. Hier kann man leider nicht viel bewirken.

Was man aber in der Hand hat sind folgende Punkte:

  1. viel Wasser trinken!
    „Das Bindegewebe speichert Wasser und wirkt straffer, wenn es genügend Wasser enthält. Außerdem können nur so Abfallprodukte des Stoffwechsels, die sich auch im Bindegewebe ansammeln, über die Niere aus dem Körper gespült werden.“ (Dr. Nicolas Gumpert (2014),
  2. Viel Obst, Gemüse und Proteine
    Die Versorgung mit Mikronährstoffen und Eiweiß hilft dem Körper Bindegewebszellen zu bilden und zu erneuern. Vor allem die Aminosäuren Prolin und Lysin und Vitamin C spielen eine übergeordnete Rolle. Außerdem hat die Ernährung maßgeblich Einfluss auf den Hormonhaushalt, welcher wiederum Einfluss auf das Bindegewebe nimmt. Das sieht man daran, dass es gerade während Schwangerschaft und Wechseljahren besonders empfindlich ist.
  3. Gewichtsreduktion
    Übergewicht dehnt das Unterhaut-Bindegewebe stark. Die nicht elastischen Fasern leiern so aus! Ebenso sollte aber auf eine zu schnelle Gewichtsreduktion mit anschließendem Jojo-Effekt verzichtet werden. Dieses Hin und Her schadet dem Bindegewebe.
  4. Bewegung
    Bindegewebe braucht Bewegung. Durch Aktivierung der „Muskelpumpe“ wird die Durchblutung gefördert, und der Nährstoffaustausch begünstigt. Auch Massagen oder Wechselduschen üben diesen Effekt aus. Vorsicht aber bei der Heiß-Kalt-Wasser-Methode: Nicht bei Problemen des Herz-Kreislauf Systems oder Herzleiden!

Zum anderen wäre da noch die Muskulatur

Wer straff aussehen möchte, sollte Krafttraining betreiben! Je nach Zielsetzung natürlich mit angepasster Intensität. Ich spreche hier nicht von Bodybuilding, aber es ist nun einmal Fakt, dass trainierte Muskeln mehr Volumen haben als untrainierte. Ein starker Oberschenkel sieht straffer aus. Und Muskeln verbrennen Kalorien, was wiederum eine Gewichtsreduktion begünstigt. Bringe also das Unterhautfett zum Schmelzen, indem du Muskeln aufbaust und den Stoffwechsel ankurbelst (siehe hierzu: Kraft frisst Fett). Außerdem sollte man nicht vergessen: Die Vorteile der Bewegung auf das Bindegewebe habe ich ja bereits weiter oben benannt.

Dann dürfte einer Straffung nichts mehr im Wege stehen.

Bis nächste Woche,
Euer Fabien

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