Tutorial Thursday #17 - Rumpftraining

Tutorial Thursday #17 – Rumpfkraft

Lass uns mal über ein Kernproblem reden! Ja richtig, viele Sportler, und noch mehr nicht-Sportler haben ein Problem im Kern. Im Körperkern (engl. Core).
Der Rumpf bildet anatomisch und strukturell das Zentrum unseres Körpers und hat enorm viele Aufgaben. Aber auch große Verantwortung! Nur mit einem starken und stabilen Rumpf als Basis können die Gliedmaßen ihr Kraftpotential entfalten.

Der Rumpf besteht aus Becken, Bauchraum, unterem Rücken, Brustkorb und Schultergürtel. Sinnvoller Weise sollte ebenso der Kopf dazu gezählt werden, da er großen Einfluss auf die Haltung der Wirbelsäule und damit des Rumpfes hat. Diese Bereiche bilden eine Säule, welche wiederum als Fundament jeder Bewegung dient.

Primär dient die Muskulatur des Rumpfes dazu, das Becken zu positionieren, die Wirbelsäule aufzurichten und zu stabilisieren und den Bauchraum zu bilden und zu schützen. Für die meisten Bewegungen ist es wichtig, die Wirbelsäule in die perfekte Position zu bringen und diese dort zu stabilisieren. Also ein solides Fundament zu gießen, um dann ein Haus darauf zu bauen. Hierfür ist unter anderem die Gesäßmuskulatur (M. gluteus maximus) zuständig, welche das Becken in eine aufgerichtete Stellung bringt. In dieser Stellung wird es dann von der Bauchmuskulatur (M. rectus abdomins, M. Transversus abdominis, M. Obliquus internus) fixiert. Die Wirbelsäule wird in ihrer Länge gestreckt, so als ob man an einer am Scheitel befestigten Schnur hochgezogen wird. Die Schultern werden nach hinten ausgedreht, sodass sich die Schulterblätter nach hinten unten bewegen. Der Kopf befindet sich in neutraler Stellung in Verlängerung der Wirbelsäule mit dem Blick geradeaus.

Diese neutrale Position des Rumpfes sollte fest wie eine Säule gehalten werden. Von dieser Basis aus sind ziehende, drückende, hebende, rotierende, springende und laufende Bewegungen kein Problem. Die sonst so empfindliche Wirbelsäule ist geschützt und die daran befestigten Gliedmaßen können optimal ihre Kraft entfalten. Nur ein starker Rumpf erlaubt eine optimale Kraftübertragung auf die Gliedmaßen.

Erst mit einer optimalen Position Deines Rumpfes erreichst Du auch Deine optimale Performance und beugst Verletzungen vor. Willst Du als Fußballer beispielsweise härter schießen, höher springen oder Dich besser im Zweikampf behaupten können, dann solltest Du mit dem Training erst einmal beim Rumpf anfangen. Wie ich bereits sagte: Als erstes musst Du ein solides Fundament gießen, bevor Du ein Haus darauf bauen kannst.

P.S.: Wenn Du mehr über den Core erfahren willst, dann schaue unbedingt in diesen Artikel rein. Er räumt mit so einigen falschen Vorstellungen von Core Training auf.

Sportliche Grüße,

Euer Fabien

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.