Tutorial Thursday by aerobis - #34 Winterblues

Sommerhit statt Winterblues. Wie du mental besser durch den Winter kommst.

Der Winter ist schon längst eingetroffen und hat unsere Landschaft bereits ein paar mal wunderbar weiß gefärbt. Es ist kalt, manchmal auch nass, aber vor allem dunkel!

Und diese Dunkelheit kann zu einigen Problemen führen. Welche das sind und was Du dagegen machen kannst, sagt Dir der Tutorial Thursday.

Achtung: Winterblues!

Und damit ist nicht das neueste Stück von Roger Cicero gemeint. Ich möchte auch nichts gegen bestimmte Musikstile oder Genres sagen. Aber dieser bekannte Blues tritt bei vielen Menschen ein, wenn es draußen kalt und dunkel wird.

Wieso ist das so?

Warum verfallen viele Menschen in eine Art Winterdepression? Ein ganz enormer Faktor ist das Vitamin D. Dieses nehmen wir nämlich in erster Linie mit der Sonnenstrahlung auf. Unsere Haut hat die wunderbare Gabe UV-B Strahlung in Vitamin D umzuwandeln. Deshalb handelt es sich dabei auch eigentlich um ein Hormon. Ein Prohormon um genauer zu sein.

Was passiert jetzt also im Winter?

Die Sonne fehlt! Also ich meine damit, dass sie einfach zu kurz scheint. Etwas Helligkeit schenkt sie uns ja nun doch (sehr gnädig). Dies reicht aber leider nicht aus. Neben der zu kurzen Zeit, die der glühende Feuerball uns zu dieser Jahreszeit beehrt, kommt noch hinzu, dass er in unseren Breitengraden zu weit weg ist und zu tief steht.

Deshalb können wir im Winter einfach nicht genug Vitamin D produzieren.

Aber die Natur ist ja bekanntlich nicht dumm! Deshalb hat Sie unserem Körper die Option gegeben, dieses Hormon im Fettgewebe zu speichern.

Das Problem ist jetzt nur, dass selbst die Menschen, die im Sommer ausreichend Sonne getankt haben, nicht den kompletten Winter von ihren Vorräten zehren können.

Und was ist jetzt so schlimm daran? Wofür brauchen wir überhaupt Vitamin D?

Vitamin D ist an etlichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, den Calcium-Transport in und aus den Knochen zu regulieren. Vitamin D-Mangel kann also in direktem Zusammenhang mit Osteoporose (also Knochenschwund) stehen. Viele interessante Studien dokumentieren ein starkes Nord-Süd-Gefälle bei der Häufigkeit von Osteoporose in Europa. Dies bestärkt die Vermutung, dass ausreichend Sonnenlicht, neben anderen Faktoren, sehr wichtig für unsere Knochengesundheit ist. Auch Depressionen können im Winter eintreten. Etliche Studien haben belegt, dass ein Mangel an Sonnenlicht die Stimmung trübt. Die Häufigkeit an Depressionen liegt übrigens in den skandinavischen Ländern am höchsten.

Zudem ist Vitamin D seit neuesten Erkenntissen ebenso in den Energiehaushalt der Zellen involviert. Muskelschwäche, häufige Infektionen, ein geschwächtes Immunsystem und Erkrankungen der Haut können weitere mögliche Hinweise auf einen Mangel an dem Hormon sein. Dies haben laut Statistiken über 75% der Deutschen gegen Ende des Winters. Ihr denkt jetzt vielleicht: Mangel an etwas? Ich doch nicht! Macht einfach einen Test beim Hausarzt oder kauft euch ein kleines Testkit im Internet. Wahrscheinlich werdet Ihr überrascht sein.

Vielleicht können wir manchmal die Symptome von etwas einfach nicht genau der Ursache zuschreiben.

Unsere Empfehlung

Um einen Vitamin D-Mangel vorzubeugen, sollte man sich möglichst viel an der frischen Luft aufhalten. Da die meisten Menschen beruflich eher drinnen sind und ihre Freizeit ebenso in geschlossenen Räumen verbringen (es ist ja auch sooo kalt draußen…), fehlt es hier einfach an Sonnenstrahlung. Im Sommer sollte man sich je nach Hauttyp und Breitengrad mindestens 20 Minuten sonnenbaden und dabei viel Haut zeigen. Ja, ihr bekommt jetzt von mir die Erlaubnis euer Workout nackt in den Park zu verlegen… Nicht!

Auch die Ernährung spielt eine kleine Rolle. Leider gibt es keine wirklich Vitamin D-reichen Lebensmittel. Wenn man nicht gerade auf Fischinnereien steht, macht eine Supplementierung Sinn. Hierbei sollte man allerdings auf die Qualität und die Form achten. Am effektivsten kann unser Körper organisches, hochdosiertes Vitamin D3 aufnehmen. Am besten zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit.

Man merkt also schnell, wie komplex unser Stoffwechsel ist, und dass es sich bei unserer Spezies eher um ein Sonnentier handelt. Aber es ist noch nicht alles verloren, wenn wir wissen, worauf wir achten müssen. Wir müssen jetzt nicht alle Richtung Süden auswandern und den Rest unseres Lebens am Strand unter Palmen verbringen. Obwohl…

Denkt dran: get functional!
Euer Fabien.

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