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Tutorial Thursday 36 – Superficial Backline

 

Superficial Backline – „Das klingt wie der neueste Schnickschnack in meinem 7er BMW“, wirst du jetzt vielleicht sagen. Oder wie ein ultra-nerdiger Begriff, der durch Star Trek geprägt wurde. Dem ist aber nicht so.

Worum es sich bei der Superficial Backline handelt, erklärt Dir der Tutorial Thursday #36.

Die Welt der Faszien wird seit einiger Zeit stetig neu entdeckt. Was vielen Physios, Osteopathen und Sporttherapeuten schon seit längerem bekannt ist, wird heute aufgrund einer ausführlicheren Forschung, und vor allem Berichterstattung, der breiten Masse an Menschen zugänglich: Unser Bindegewebe bildet ein sehr umfangreiches Netz, welches unseren kompletten Körper durchzieht. Es umgibt jede Muskelfaser und füllt Zwischenräume. Immer mehr lernen wir über ihre Funktion und Wirkungsweise. Auch gibt es bereits Studien, die einen Einfluss dieser Strukturen auf sportliche Leistungsfähigkeit belegen. Ebenso gibt es Überlegungen, in welchem Umfang sie an Bewegungen und Schmerzen beteiligt sind.

Gib etwas zurück!

Wie ein Gummi können unsere Muskeln, und eben auch das Bindegewebe, Bewegungsenergie speichern, um diese dann schnell wieder abzugeben. Die Effektivität hängt aber maßgeblich von der Qualität dieser Strukturen ab. Siehe auch: Tutorial Thursday #14 oder Faszien – Struktur und Funktion (Markus Bremen (2013))

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema: „Der Superficial Backline“!

Sie umfasst im Endeffekt jenes Fasziengebilde, welches maßgeblich den größten Teil unserer rückwärtigen Bewegungskette ausmacht. Dieses Netz an Bindegewebe erstreckt sich von der Sohle bis zum Nacken. Sie beginnt bei der Plantar-Faszie, zieht über die Achillessehne, die Wadenmuskulatur, die hintere Oberschenkelmuskulatur, die Sakralbänder, die Thorakulumbar-Faszie und die Lenden-, Wirbelsäulen- und Rückenmuskulatur. Ihre Aufgabe ist es, den Körper aufzurichten. Probleme in der Superficial Backline können sich auf verschiedene Weise überall im Bereich der Beinrückseite, des Gesäßes, des unteren- oder oberen Rückens äußern.

Ein sehr eindrucksvolles Video, aus dem hervorgeht, wie groß diese Faszien sind, findest Du hier:

 

Wie trainiere ich die Superficial Backline?

Grundsätzlich sollte man regelmäßig Faszienhygiene betreiben. Klingt lustig, ist aber so! Damit sind regelmäßige Massagen (auch Selbstmassage mit der Blackroll), gesunde eiweißreiche Ernährung und gelegentliche Wechselbäder gemeint. Aber anders als viele denken, ist regelmäßige Bewegung ebenso Faszientraining. So bleiben die Faszien geschmeidig, da sie und die Muskelfasern aneinander vorbeigleiten. Übungen für die Superficial Backline, die also für die Körperrückseite hilfreich wären, sind also Deadlifts, Good Mornings, alle Arten von Squats, Rudern und viele weitere Übungen. Schau am besten Mal in unser Fit For FIBO Trainingsprogramm, dort werden Squats, Kreuzheben und Rudern häufig in die Workouts eingebaut.

Also gib etwas zurück! Denn Deine Faszien tun das jeden Tag…

In diesem Sinne,
get functional!
Euer Fabien

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