Tutorial Thursday 52 - 5 Kriterien für das perfekte Functional Training Gym

5 Kriterien für ein perfektes Gym

Jeder Fitnessbegeisterte und jeder Trainer träumt doch davon: Ein Gym mit optimalen Bedingungen. Viele begeben sich auch auf die Suche nach dem „Heiligen Gral“ des Trainings. Wie sieht es mit Dir aus? Hast Du ein perfektes Gym gefunden? Oder hast Du Dir sogar eins eingerichtet, so völlig nach Deinen Vorstellungen und Wünschen? Dieser Tutorial Thursday beschäftigt sich mit der Frage, ob es das perfekte Gym überhaupt gibt und definiert 5 Kriterien für ein funktionelles Studio!

Wenn man den Fitnessmarkt der letzten Jahre beobachtet, kommt man nicht umher, den Einzug des Functional Trainings in etablierte Fitnessstudios und die Hallen diverser anderer Anbieter zu beobachten. In vielen Studios werden auf der Trainingsfläche einige Geräte geopfert, um Platz für die sogenannten Freestyle-, Cross- oder Functional-Zones zu machen.

Hier sollen die Besucher dreidimensional trainieren und mit Kleingeräten wie Medizinbällen, Sandbags und Sling Trainern einen athletischen Körper erlangen. Vielerorts gestaltet sich dieses Vorhaben auch als Studio-im-Studio-Lösung, und die führende deutsche Fitness-Discounter-Kette hat sogar kürzlich spezielle Franchise-Filialen ausschließlich für Hantel- und Functional Training eröffnet. Der Trend ist also schon seit längerem klar zu erkennen. Aber handelt es sich hierbei nicht nur um Trittbrettfahrer, die am wachsenden Markt „functional fitness“ mitverdienen wollen? Oder können diese Anbieter die optimalen Bedingungen für echtes, ehrliches und funktionelles Training bieten?

Dazu müssen wir erst einmal klären, was überhaupt die optimalen Bedingungen sind. Natürlich beschreibt Functional Training ein breites Feld der Möglichkeiten. Was für den Einen funktionell ist, macht bei dem Anderen überhaupt keinen Sinn.

BASE Training in Frankfurt ist ein gutes Beispiel für ein Functional Training Gym

Punkt 1: Du brauchst freie Fläche!

Das führt im Endeffekt dazu, dass die perfekte Location möglichst viele Optionen bieten sollte. Aber das soll jetzt nicht heißen, dass die Fläche vollgestellt mit allerlei Trainingsequipment, Frames und Regalen sein muss. Ganz im Gegenteil: Fläche sollte Fläche bleiben. Denn für ein ganzheitliches Training in allen Ebenen und Dimensionen brauche ich in erster Linie nur Platz. Und wenn sich dann noch verschiedene Sportler mit verschiedenen Trainingsplänen, Übungen und Zielen heimisch fühlen sollen, muss man die Trainingsfläche komplett jungfräulich und formbar halten.

Hier können dann Battle Ropes, Medizinbälle, Langhanteln, ja sogar ein Schlitten zum Einsatz kommen. Stelle Dein Gym nicht mit großen Maschinen voll, die bloß eine Bewegung trainieren, sondern lass es wie Knete in den Händen eines Kindes sein.

Alfa Sports in Salzburg bietet eine eigene Functional Training Area

Punkt 2: Du brauchst eine Klimmzugstange!

Des Weiteren sollte man eine Klimmzugstange oder ein entsprechendes Gerüst zur Verfügung haben. Zum Einen bietet dies die Möglichkeit Slingtrainer, Gymnastikringe oder Kletterseile zu befestigen, zum Anderen kann man so Klimmzüge und Klimmzugvariationen üben. Sie alle sind aus dem funktionellen Training nicht mehr wegzudenken. Es gibt Klimmzugstangen, welche an der Decke oder an der Wand befestigt werden. Spezielle Rigs und Racks oder Frames sind meistens auf dem Boden (oder zusätzlich an der Wand) befestigt. Der Vorteil bei diesen Stahlgerüsten ist, dass sie auch Möglichkeiten zur Ablage von Langhanteln bieten oder durch Dipbars und andere Tools erweitert werden können.

Punkt 3: Wähle den richtigen Belag!

Wenn Du jetzt das oben erwähnte Langhanteltraining betreiben möchtest, oder generell Gewichte jeglicher Art verwenden willst, sollte das Gym einen speziellen Trainingsbelag haben. Dieser kann aus Gummi oder anderen Kunstoffen bestehen und gepuzzelt, gerollt oder gesteckt werden. Er sollte leicht zu reinigen sein, ausreichend Rutschfestigkeit bieten und widerstandsfähig sein. Den Boden möchte man in der Regel nicht ständig auswechseln müssen. Er muss perfekt sein, lange halten und Sicherheit samt Trainingskomfort bieten. Der Betrieb auf dem Boden bildet also das Hauptkriterium. In einem Gym, in dem mehrere hundert Leute jeden Tag trainieren, eignet sich eher ein härterer, abriebfester Belag. Wird viel Gewichtheben betrieben und die Hantelstange gerne mal gedroppt, sollte er zur Schonung des Materials etwas weicher und/oder dicker sein.

Für Liegestütze braucht man kein Equipment

Punkt 4: Nutze Kleingeräte auf freier Fläche!

Betrachtet man nun das eigentliche Training, kann dies auf unterschiedlichste Art gestaltet werden. Das eigene Körpergewicht ergänzt durch Kleingeräte bilden aber das Zentrum eines funktionellen Gyms. Um möglichst viele Möglichkeiten zu haben, brauchst Du:

  1. Sling Trainer
  2. Medizinball
  3. Sandbags/Aquabags
  4. Kurzhanteln
  5. Battle Ropes
  6. Power Bands/Minibands
  7. Bosu Bälle
  8. Langhanteln
  9. Kettlebells
  10. Plyoboxen
  11. Prowler/Gewichtsschlitten
  12. Blackroll/Faszienprodukte
  13. Koordinationsleiter
  14. eine Bank
  15. und gerne mehr…

Punkt 5: Biete ausreichend Stauraum, Regale oder andere Unterbringungsmöglichkeiten!

Nun sollte dieses Equipment aber auch gut untergebracht werden. Denn es gibt nichts nervigeres als herumliegendes Zeug auf der Trainingsfläche. Auch aus Sicherheitsgründen ein ernstzunehmendes Thema. Wenn ich einen Maximalversuch in der Kniebeuge bestreite, möchte ich doch nur ungern, dass Kettlebells um mich herum auf dem Boden stehen. Gerade in größeren Studios ist es ja eine „Never Ending Story“ mit der Ordnung auf der Trainingsfläche. Nun bietet eine Freestyle-Fläche natürlich enormes Potential unordentlich hinterlassen zu werden. Abhilfe können hier nur Unterbringungsmöglichkeiten und gewissenhafte Trainer schaffen.

Eine Frage des Trainings

Unterm Strich merkt man, dass das perfekte Gym für jeden etwas anders aussehen kann. Leute, die eher in Richtung CrossFit gehen, trainieren mehr mit der Langhantel und bedienen sich einer nicht so breiten Masse an Geräten, Personal Trainer die ihre Kunden eher im Gesundheitssportbereich sehen und mit ihnen möglichst ganzheitlich trainieren möchten, erfreuen sich an einem eher breiten Spektrum an Equipment. Das wichtigste ist aber in allen Fällen der Platz. Ein funktionelles Gym braucht definitiv mehr davon!

Panorama des FuncMove GYM von aerobis in Köln

Wir statten sich gern komplett mit allem aus, was du für ein professionelles Functional Training Gym brauchst. Hier bekommst du alle Details.

In diesem Sinne,
get funtional!
Euer Fabien

2 Kommentare
  1. Michael
    Michael says:

    Hi Fabian,
    das FuncMove sieht schon sehr toll aus und lässt auf den ersten Blick wohl keine Wünsche offen. Wovon ich allerdings noch träume ist ein Studio mit einer speziellen Fläche nur für Slacklines.
    Gruß Micha

  2. Fabien Mpouma
    Fabien Mpouma says:

    Hi Micha,
    diesen Wunsch kann man ja auch erfüllen:
    Wenn man einen Functional Trainings Frame hat, und die Füße weit genug voneinander entfernt sind, könnte man doch rein theoretisch eine Slackline spannen.
    Vorraussetzung ist allerdings, dass die Füße ordentlich in den Boden verschraubt sind 😉

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