Warum Deine guten Vorsätze scheitern & 5 Tipps, die Dich wieder auf die Erfolgsspur bringen

Neues Jahr – neues Pech!

Und wieder ist ein neues Jahr da…

Ich möchte hier jetzt nicht melancholisch werden oder eine Motivationsrede à la „Dieses Jahr wird das beste deines Lebens“ halten, sondern möchte den Fokus mal auf etwas Anderes legen: Du wirst deine Fitnessziele eventuell nicht erreichen!

Warum manche Menschen ihre Motivation überdenken sollten und wieso einige auf der Strecke bleiben werden, erfährst Du im aerobis Blog. Außerdem geben wir Dir noch 5 Tipps, wie Du nach Rückschlägen wieder ins Training findest.

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Du wirst Deine gewünschte Form vielleicht nie erreichen!

Boom, das hat jetzt vielleicht gesessen, aber es ist die harte Wahrheit.

Klar, jetzt ist die Zeit der guten Vorsätze, quasi das Woodstock der Motivation. Alle fühlen sich angespornt, voller Tatendrang und frei in ihren Entscheidungen. Richtig beflügelt vom Neuanfang, fast schon high, werden dann Sätze geäußert wie:

  • „Dieses Jahr werde ich auf jeden Fall 10 kg abnehmen“
  • „Bis zum Sommer muss ich wieder in meinen Badeanzug passen“
  • „Ich muss den Weihnachtsspeck schnell wieder runter trainieren“

Dies sind wahrscheinlich die am häufigsten genannten Ziele für 2016. Schließlich möchte doch jeder nackt gut aussehen.

Die Anmeldezahlen in den Fitnessstudios schießen diese Woche wie Silvester-Raketen in astronomische Höhen und sogar die Discounter locken mit Plastik-Kettlebells die Sportmuffel aus ihrer Winterschlaf-Höhle. Alles wird besser, schneller, größer, FITTER!

Ordne Deine Vorsätze richtig ein

Soweit, so >nicht< gut!

Natürlich sind Vorsätze etwas Gutes. Aber man muss sie einzuordnen wissen.

Denn Erfahrungsgemäß ebbt die Zahl der Sportenthusiasten im Laufe der ersten zwei Monate wieder stark ab. Aus „Ich habe wieder mit dem Training angefangen“ wird schnell „Ich muss dringend wieder ins Training reinfinden“ und dann schließlich „nächstes Jahr!“. Schade eigentlich! Denn man hat es in der Regel wirklich komplett selbst in der Hand, wie man mit seinem Körper und seiner Seele umgeht und wie wohl man sich damit fühlt. Eine Riesenchance etwas aus sich und seinem Leben zu machen.

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Warum scheitern dann aber so viele Menschen an ihrem Projekt?

Zum einen kann es sein, dass sie sich zu viel vornehmen.

Die Ziele werden zu hoch gesteckt und kleine Fortschritte ignoriert, da sie in Betrachtung des großen Ganzen zu marginal wirken.

Wenn dann ein erstes Fazit gezogen wird, ist Frustration vorprogrammiert!

Zum anderen werden die Prioritäten nicht richtig gesetzt. Die Frage, die sich jeder stellen muss, ist doch: Wie wichtig ist es mir? Und habe ich Alles dafür getan?

Okay, okay, das waren jetzt zwei Fragen, aber die Message ist doch klar: Nur wer sich dessen klar wird, kann seine Zeit, seine Energie und seine Mittel gezielt zur Erreichung seiner Ziele einsetzen. Anscheinend wollen die meisten Menschen dann ab März doch nicht mehr „nackt gut aussehen“.

Nichtdestotrotz gibt es aber auch die „Weitermacher“. Menschen, die auf der ersten Welle an Euphorie reiten und diese auch überleben. Respekt erst einmal dafür! Es braucht viel Disziplin, Hingabe und Geduld.

Aber selbst sie können scheitern.

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Realistische Ziele anvisiert, Prioritäten richtig gesetzt, ganzjährig am Ball geblieben und trotzdem nicht das erreicht, was man sich vorgenommen hat. Das kann bitter sein.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das Leben macht einem gerne mal einen Strich durch die Rechnung. Durch manche Situationen wird man nun mal auf die Probe gestellt, andere bilden hingegen derbe Rückschläge. Das drückt dann natürlich auf die Motivation.

Ich persönlich musste meine Ziele für 2016 auch etwas ändern. Aus „fitter und stärker als je zuvor“ wurde in den vergangenen Wochen „einfach nur schmerzfrei werden“.

Denn mein Hüftgelenk, welches anfänglich nur hin und wieder weh tat, hat sich gegen Ende des vergangenen Jahres überlegt mich dauerhaft mit Schmerzen zu penetrieren. Hinzu gesellte sich eine entzündete Achillessehne und eine mehr oder weniger dauerhaft gezerrte Beinrückseite. Danke dafür! Kniebeugen und Kreuzheben sind im Moment nicht wirklich machbar, Laufen und Springen eine reine Qual.

Ich werde also quasi fast wieder bei Null anfangen und schauen, was in diesem Rahmen überhaupt noch möglich ist.

Ärztliche Behandlungen, Röntgen, MRT, Mobilitätstraining und leichte Kräftigungsübungen werden mich jetzt ins neue Jahr geleiten. Ich bin zwar kein Profisportler, fand es aber dennoch unheimlich beruhigend einen gut funktionierenden Körper zu haben. Kein Wunder, dass ich da jetzt etwas dran zu knabbern habe.

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Kopf hoch, Amigo!

Ich nehme die Herausforderung an (bzw. habe es schon getan, das Jahr ist ja schließlich schon ein paar Tage alt). Denn es ist mir sehr wichtig! Meine Prioritäten haben sich zwar geändert, es sind aber immer noch Prioritäten.

Hier sind 5 Tipps, mit denen ich versuche wieder Herr der Lage zu werden.

Vielleicht helfen sie auch Dir, wenn Du Dich mal verletzen solltest, oder irgendein anderer Zwischenfall sich zwischen Dich und Deine Trainingsziele stellt.

  1. Nimm die Sache ernst und gehe es an!
    Es gibt nichts Schlimmeres als etwas als unbedeutend abzutun und dieses Problem dann noch lange Zeit mit sich herumzuschleppen. Eine nicht richtig auskurierte Verletzung begleitet Dich sonst noch Dein Leben lang. Falscher Stolz ist hier nur kontraproduktiv.
  2. Nutze die Situation und arbeite an anderen Dingen!
    In meinem Fall heißt dies zum Beispiel, meinen Handstand zu perfektionieren und etwas mehr Rumpftraining zu betreiben. Leider ist die Hüfte Dreh- und Angelpunkt des Körpers, sodass es nicht so leicht ist „drum herum“ zu trainieren. Wenn Du aber an der Schulter oder den Armen verletzt bist, verbessere Dich doch zum Beispiel bei Pistols oder im Sprint?!
  3. Lass die Verletzung nicht dein Leben dominieren
    Nachdem Du der Sache genügend Aufmerksamkeit geschenkt hast, belasse es dabei. Es schlägt ganz schön aufs Gemüt, wenn Du immer nur daran denkst und davon redest dieses und jenes nicht mehr machen zu können. Focus on the good things!
  4. Gib Dir Zeit!
    Ich hasse es zwar irgendwelche Floskeln herum zu spucken aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Je nachdem, wie schwerwiegend die Verletzung oder wie gravierend die Lebenssituation ist, dauert es länger bis man wieder back to Business ist. Lecke Deine Wunden und kuriere sie in Ruhe. Wenn Du trauern musst, tue dies so lange wie nötig. Wenn Du beruflich oder familiär erst einmal Dinge zu klären hast, kümmere Dich erst darum. Danach kannst Du wieder angreifen!
  5. Behalte die Vorsicht bei!
    Tu Dir selbst den Gefallen und erinnere Dich immer daran, dass niemand unverwundbar ist. Hast Du die Verletzung überwunden, kümmere Dich weiterhin um Deinen Körper. Ziehe Deine Lehren daraus und schenke ihm die Aufmerksamkeit, die er verdient. Das soll nicht heißen, dass Du ab diesem Zeitpunkt nur noch übervorsichtig und mit Angst trainieren sollst. Im Gegenteil, Du wirst wahrscheinlich stärker und zielstrebiger aus der Pause kommen, aber Vorbeugen ist nun mal besser als Nachbeugen (sagt man doch so oder?). Mobilitätsübungen, Stabilisation, die richtige Ernährung und Regeneration erhalten jetzt vielleicht einen anderen Stellenwert.

Herausforderungen als Chance

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass jede Verletzung oder schwierige Lebenssituation auch immer eine Chance bildet. Die Prioritäten können sich drastisch ändern, es bleiben aber Prioritäten, die mit Hingabe und Zielstrebigkeit verfolgt werden wollen. Gute Vorsätze sind also gut! Solange man auch nach ein paar Wochen noch in den Spiegel schauen kann und die Frage, ob man alles dafür getan hat sie zu erreichen, mit JA beantworten kann. Selbst wenn es am Ende anders kommt, ist man dann trotzdem ein Gewinner.

Was sind Deine Ziele für 2016? Und was bist Du bereit dafür zu tun?

Also bleib am Ball!
Euer Fabien

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