Im Tutorial Thursday erklären wir Begriffe aus Training, Ernährung, Fitness & geben Workouts und Ernährungstipps

Was ist eigentlich plyometrisches Training?

Hüpfspiele für Erwachsene (und Kinder)

Das FuncMove Gym nimmt ja bekanntlich so nach und nach Gestalt an, was ihr in unserer regelmäßigen Blogserie „Build your own Gym“ verfolgen könnt. Im Moment unterziehen wir die ersten Materialien einem ausgiebigen Test. Vergangene Woche waren also dann die Plyoboxen dran.

Wir hatten uns damals für Soft-Plyoboxen von ATX entschieden, da diese leichter von A nach B zu transportieren sind, und ein wesentlich geringeres Verletzungsrisiko bergen. Die Boxen unterteilen sich in vier Elemente, die:

  • 1 x 60cm,
  • 1 x 45cm,
  • 1 x 30cm
  • und 1 x 15cm

hoch sind.

Sie lassen sich dank Klettverschluss unendlich miteinander kombinieren und bieten somit die Möglichkeit, neben den oben genannten Höhen auch 75cm, 90cm, 105cm, 135cm und 150cm zu generieren. Mit zunehmender Höhe wird’s dann auch ganz schnell sportlich.

Tutorial Thursday 31 - Plyometrisches Training

Aber was ist überhaupt plyometrisches Training?

Diese Trainingsform steht im Endeffekt für reaktives Schnellkrafttraining und soll der Verbesserung der Sprungkraft oder der Wurfkraft dienen. Hierbei kann mehr Explosivität erzeugt werden, indem mehr Muskelfasen schneller und effektiver rekrutiert werden.

Glaubt man den Berichten, hat das Plyo-Training seine Ursprünge in der ehemaligen Sowjetunion. Der sowjetische Sportwissenschaftler Yuri Verkhoshansky gilt als Erfinder dieser Trainingsmethode. Er begann damals mit Sportlern diese Art Reaktivkraft-Training anzuwenden, indem er sie auf und von Holzboxen springen ließ. Dies ermöglicht große Zuwächse bei Kraft, Koordination und Reaktionsfähigkeit.

Hierbei macht man sich den Dehnungs-Verkürzungszyklus zu Nutze. Wenn man beim Absprung oder der Landung in die Hocke geht, wird die Arbeitsmuskulatur vorgedehnt. Wie bei einem Gummi können die Fasern somit mehr Kraft entfalten. Je schneller dieser Vorgang jetzt vonstatten geht, desto größer ist der Output. Deshalb sind Niedersprünge mit sofortiger Folgeaktion (also wieder hochspringen) am effektivsten. Das bedeutet also, dass die Bodenkontaktzeit möglichst kurz sein sollte.

Hier könnt ihr euch mehrere Varianten in Bild und Ton anschauen:

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass man sich für plyometrisches Training in sehr guter körperlicher Verfassung befinden sollte. Die Sprünge stellen nämlich einen hohen Stress für Gelenke, Sehnen, Bänder, Knorpel und die Muskulatur dar. Wer also Einschränkungen in diesen Bereichen hat, sollte lieber verzichten. Auch starkes Übergewicht oder Osteoporose stellen ein überhöhtes Risiko dar.

Wenn ihr aber gut in Form seid, dann probiert es einfach mal aus. Es macht wirklich sehr viel Spaß! Einfach im Park von einer Bank springen oder auch im Wohnzimmer Counter-Movement-Jumps absolvieren. Oder Du besorgst Dir eine der Plyoboxen in unserem Shop. Eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Get functional,
euer Fabien!

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