Wie du neue (gute) Gewohnheiten formst

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“!

Jeder von uns kennt es, denn es ist ein weit verbreitetes Phänomen: Man nimmt sich etwas vor und macht es dann doch nicht. „Ab jetzt treibe ich mehr Sport! Morgen höre ich auf zu rauchen! Ich möchte meine Freunde öfter besuchen!“ Das sind alles Vorsätze, die wahrscheinlich jeder schon geäußert hat. Vor allem einmal im Jahr treiben wir Deutschen es mit den guten Vorsätzen auf die Spitze. Am Ende des Jahres, wenn wir zurückschauen, wird uns klar, dass wir nicht immer alle Vorsätze so durchziehen, wie wir es uns selbst erhofft haben. Deswegen starten wir ins neue Jahr wieder mit den gleichen Vorsätzen, diesmal aber wirklich… Man kennt das ja.

Aber es ist noch nicht alles verloren!

aerobis gibt dir ein paar gute Tipps, damit Vorsätze nicht einfach nur Vorsätze bleiben.

Tutorial Thursday #19 - Wie ändere ich Gewohnheiten?

Denn meistens soll doch ein Vorsatz zur Gewohnheit werden. Diese definiert sich folgender maßen:
„Als Gewohnheit (auch Usus, lat. uti „gebrauchen“) wird eine unter gleichartigen Bedingungen entwickelte Reaktionsweise bezeichnet, die durch Wiederholung stereotypisiert wurde und bei gleichartigen Situationsbedingungen wie automatisch nach demselben Reaktionsschema ausgeführt wird, wenn sie nicht bewusst vermieden oder unterdrückt wird. Es gibt Gewohnheiten des Fühlens, Denkens und Verhaltens.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gewohnheit; Zugriff: 18.08.2014). Hierbei wird klar: Wenn aus einem Vorsatz erst einmal eine Gewohnheit geworden ist, musst Du Dich bewusst dafür entscheiden, diese Gewohnheit zu unterdrücken. Ganz im Gegenteil zu einem Vorsatz, bei dem Du Dich bewusst dafür entscheiden musst, ihn auch in die Tat umzusetzen. Aber wieso fällt es den meisten so schwer Vorsätze umzusetzen, und vor allem diese länger als ein paar Tage zu verwirklichen?

Der Schlüssel ist: Das gewünschte Verhalten muss aus motivationalen Gründen reizvoll sein und dann durch Belohnung verstärkt werden. Der aktuelle Stand der Psychologie besagt, dass manche Gewohnheiten bereits nach ein paar Tagen verinnerlicht werden (Ordnung, Anschnallen im Auto etc.), andere wiederum Jahre brauchen (z. B. Essgewohnheiten, Alkoholkonsum oder andere Suchtmittel).

Auch regelmäßiger Sport gehört zu den Gewohnheiten welche sich eher schwer etablieren lassen. Das hat den Hintergrund, dass Gewohnheiten uns das Leben erleichtern sollen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Wir sind genetisch dazu verdammt

Evolutionär betrachtet war es teilweise sogar überlebenswichtig, rituelles Verhalten anzunehmen um Ressourcen zu sparen. Sportabstinenz ist kurzfristig die logische Konsequenz daraus. Der heutige technische Fortschritt ermöglicht den meisten Menschen unserer Gesellschaft einen energiesparenden Alltag. Bloß nicht unnötig Kalorien verbrennen! Es könnte ja bald die nächste Eiszeit oder Dürre kommen.

Aus dieser genetisch veranlagten Bequemlichkeit auszubrechen kostet in der Regel viel Kraft. Trotzdem ist es möglich. Die Motivation kann in der Verbesserung der äußeren Erscheinung liegen, wovon zu einem großen Teil das Selbstwertgefühl abhängt, in der Angst vor gesundheitlichen Schäden, im Spaß an der Sache selbst oder in der Herausforderung als Reiz. Man muss halt nur mal damit anfangen.

Die Lösung

Such dir einen Trainingspartner. Oder trainiere in einer größeren Gruppe. Manchmal hilft es auch sich mit anderen zu messen. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Dich heute einfach nicht überwinden kannst zu trainieren oder auch nur zum Fitness-Studio zu fahren, dann denke daran, wie gut und zufrieden Du Dich nach dem Training fühlen wirst. Vergleiche das mit dem Gefühl, das Du haben wirst, wenn Du nicht gegangen bist und es dann bereust. Wenn Du Dich aufraffst, trainieren zu gehen, obwohl Du Dich einfach nicht danach fühlst (aus Faulheit oder welche anderen minimalen Gründe wir uns auch immer in solchen Situationen schnell ausdenken), dann hast Du nach dem Training einfach ein unvergleichliches und vollkommen verdientes Gefühl, etwas erreicht zu haben. Und dieses Gefühl ist eindeutig besser, als das schlechte Gewissen, das man hat, wenn man sich nicht an seinen Trainingsplan hält.

Wenn man sich dann kleine Belohnungen genehmigt (natürlich am besten nicht Junk Food) und sich die Erfolge auch immer wieder vor Augen hält, spricht eigentlich nichts dagegen, Sport zur Gewohnheit werden zu lassen.

Sportliche Grüße,

Euer Fabien

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