Workout o'clock - Fabis Functional Training

Workout der Woche Teil 8

„Wann sagt die denn endlich wieder ‚up‘, verdammt!?“

Seit einiger Zeit kursieren im Netz Videos von trainierenden Leuten, die Übungen in einem bestimmten Rhythmus eines Liedes ausführen. Dabei handelt es sich um den Song „Bring Sally Up“, der vom Interpreten Moby bereits 1999 veröffentlicht wurde. Der Text beschränkt sich größtenteils auf den Satz „Bring Sally up and bring Sally down, lift and squat, gotta tear the ground.“ Jedes mal, wenn im Song die Worte „up“ und „down“ gesungen werden, führt man die entsprechende Bewegung aus. Also Gewicht heben bei „up“, herabsenken bei „down“.

Die Message ist also klar. Was mir nicht so klar war: Elmar hatte die hervorragende Idee, gleich drei Durchgänge hintereinander zu machen. Ich fragte immerhin vorher nochmal nach wie lang denn das Lied sei. OK, nur dreieinhalb Minuten. Das ist doch zu machen!

Es ist Workout-Zeit! Fabis Functional Feierabend 8

Von wegen… Unterm Strich macht man im Laufe des Liedes zwar nur 30 Wiederholungen. Durch die lange statische Haltearbeit zwischen den Anweisungen wird das Workout aber zur Tortur. Besonders, wenn das Lied mittendrin kurzzeitig vom gewohnten Rhythmus abweicht und man noch länger auf das erlösende „up“ warten muss, wird es einfach unschön.

Runde 1: Frontsquats mit dem blackPack

Es waren die längsten dreieinhalb Minuten meines Lebens. Dadurch, dass es mir noch ein wenig an der Beweglichkeit in den Beinen und im unteren Rücken fehlt, musste ich die Kniebeuge am tiefsten Punkt in einer Art Schwebehocke halten. Meine Oberschenkel brannten. Die nette Dame, welche den Text zum guten gibt, gönnt einem auch nur wirklich kurz Pause in der Ausgangsposition. Ich liebe Sie… NICHT!

Naja irgendwann hatte ich es dann auch geschafft. Mit schmerzverzerrtem Gesicht schmiss ich den blackPack auf den Boden und schnappte mir den nächsten Hocker, um erst einmal ein bisschen zu entspannen. Ohne Musik natürlich! Doch genauso wie die Abstände im Lied immer länger sind als man hofft, geriet die Pause bis zum nächsten Satz kürzer als erhofft: „Nicht großartig kalt werden!“ sagte Elmar und wir starteten in die zweite Runde.

Runde 2: Liegestütze

„Auf keinen Fall!“ dachte ich, legte mich aber dann doch flach auf den Boden. Widersprich niemals Deinem Chef! DJ, run the track! Ich habe ja weiter oben schon beschrieben, was für eine Qual dieses Workout sein kann. Und das, obwohl die Beinmuskulatur relativ stark ist. Aber wie sollen meine Arme und meine Brustmuskulatur das leisten? Egal, gotta tear the ground! Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zwischendurch absetzen und die letzten eineinhalb Minuten auf „Frauenliegestütze“ (auf den Knien) zurück greifen musste. Anders ging es aber einfach nicht. Oh Gott, das war erst die zweite Runde.

Runde 3: Rudern am aeroSling

Bei Rudern denkt ihr jetzt bestimmt an eine horizontale Bewegung. Wir wollten es aber drauf anlegen und haben uns mit angewinkelten Beinen unter den Ankerpunkt gehängt, Füße schulterbreit auf dem Boden. Hierbei sind die Arme in der Ausgangstellung gestreckt. Entspannung ist also am untersten Punkt und nicht wie bei den vorherigen Übungen am höchsten angesagt. Trotzdem war’s brutal anstrengend! Irgendwann musste ich auch hier zwischen den Wiederholungen absetzen. Das tut der Sache aber auch keinen Abbruch. Diese 10:30 min waren mit die effektivsten meiner Sportlerkarriere. Und das beste an diesem Workout: Es beschert Dir nicht nur einen zünftigen Muskelkater, sondern auch einen riesengroßen Ohrwurm, der Dich auch noch heimsucht, während der Muskelkater längst verschwunden ist.

Die Anzahl der Durchgänge und die Übungen können nach Belieben variiert werden. Ihr könnt auch reine Körpergewichtsübungen ohne jegliches Equipment machen. Nehmt statt dem aeroSling einfach mal die Tischkante Eures Bürotisches als Haltepunkt. Einer lustigen Trainingseinheit mit den Kollegen steht damit nichts mehr im Wege… Probiert es auch mal aus. Es wird euch bestimmt gefallen…

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